🧩 Relevante Normen für Sprachcodierungen
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ISO 639 – Diese Norm definiert die Sprachcodes:
„de“ stammt aus ISO 639-1, was für die deutsche Sprache steht.
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ISO 3166 – Diese Norm definiert Ländercodes:
„CH“ stammt aus ISO 3166-1, was für die Schweiz steht.
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BCP 47 (Best Current Practice 47) – Dies ist die wichtigste Spezifikation für Sprach-Tags im Internet und Software:
Kombiniert Sprach- und Regionscodes wie „de-CH“.
Wird verwendet in HTML, XML, Softwarelokalisierung, Betriebssystemen usw.
📘 Beispielhafte Anwendung
In einem HTML-Dokument:
<html lang="de-CH">In Softwarelokalisierung: „de-CH“ steht für Schweizer Hochdeutsch, z. B. mit typischen Schreibweisen wie „Grüezi“ oder „Franken“ statt „Euro“.
🔤 Hauptunterschiede in der Rechtschreibung de-CH vs. de-DE
| Merkmal | de-CH (Schweiz) | de-DE (Deutschland) |
|---|---|---|
| Eszett (ß) | Wird nicht verwendet – ersetzt durch „ss“ | Wird verwendet, z. B. „Straße“, „Maß“ |
| Fremdwörter | Bevorzugt originale Schreibweise (z. B. „Spaghetti“, „Communiqué“) | Häufig eingedeutscht („Spagetti“, „Kommunikee“) |
| Perfektbildung mit Verben | „Ich bin gesessen“, „Ich bin gelegen“ | „Ich habe gesessen“, „Ich habe gelegen“ |
| Präpositionen | „Sorge zu jemandem tragen“, „zu jemandem sehen“ | „Sorge für jemanden tragen“, „nach jemandem sehen“ |
| Typische Helvetismen | Wörter wie „Velo“, „Beiz“, „Zügeln“, „Abwart“ | Entsprechungen: „Fahrrad“, „Kneipe“, „Umziehen“, „Hausmeister“ |
🧠 Kontext und Anwendung
In der Schweizer Bundesverwaltung ist die Verwendung von „ss“ statt „ß“ verbindlich. Link
Auch Schweizer Zeitungen, Schulen und Behörden folgen dieser Konvention. Link
Die Unterschiede betreffen nicht nur die Orthografie, sondern auch Grammatik und Wortwahl – etwa bei der Verwendung von Verben und Präpositionen.
Je genauer Sie Ihr Anliegen beschreiben, desto schneller können wir Ihnen weiterhelfen.